Unser Glossar

  • Abgasverlust

    Verlust von Wärmeenergie durch die Abgase der Heizungsanlage. Der Abgasverlust lässt sich mit einem Brennwertkessel stark reduzieren.

  • Amortisation

    Rückfluss anfänglich investierter Mittel mit Erträgen, die durch die Investition entstehen. Die Dauer, bis die Summe der Erträge die Aufwendungen erreicht oder überschreitet, wird Amortisationszeit genannt. Preissteigerung und Kapitalverzinsung sind in die Rechnung mit einzubeziehen.

  • Anlagenaufwandszahl (ep)

    Verhältnis von Aufwand an Primärenergie und erwünschtem Nutzen eines gesamten Anlagensystems nach DIN-Norm. Eine erhöhte Anlagenaufwandszahl (über 1) bedeutet, dass die eingesetzte Primärenergie zur Beheizung, Kühlung oder Warmwasser-Versorgung weniger effizient in Nutzenergie umgewandelt wird.

  • Baubegleitung, energetische

    Qualitätssicherung des Modernisierungsvorhabens durch einen von der KfW anerkannten Energieberater. Sie umfasst neben der Angebotseinholung, Überprüfung und Ausstellung erforderlicher Fördermittelanträge auch die regelmäßige Qualitätskontrolle der Umsetzungsmaßnahmen während der Bauphase. Am Schluss wird eine finale Qualitätsprüfung durchgeführt, auf deren Basis Sie die Maßnahmen von den Umsetzungsfirmen abnehmen können. Die energetische Baubegleitung wird von der KfW mit 50% oder maximal bis zu 4.000 Euro bezuschusst.

  • Bereitschaftsverlust

    Energieverluste beim Aufheizen und Abkühlen des Heizungskessels, die sich durch hohe Brennlaufzeiten reduzieren. Einfluss darauf hat unter anderem die Bauart des Kessels (relative Bereitschaftsverluste).

  • Biomasse

    Nachwachsende Rohstoffe, die ohne Zufuhr von Sauerstoff in einer Biogasanlage durch Mikroorganismen zu Gas vergoren werden. Das Gas wird in der Land- und Forstwirtschaft zur Erzeugung von Wärme, Strom und Kraftstoff genutzt. Als eine Form der erneuerbaren Energien wird Biomasse vom Staat gefördert.

  • Blockheizkraftwerk (BHKW)

    Anlagentechnik zur Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung führt zu einem wesentlich besseren Ausnutzungsgrad der eingesetzten Primärenergie. Blockheizkraftwerke sind insbesondere geeignet für Mehrfamilienhäuser, Industriebauten, Hotels und Krankenhäuser sowie für alle Gebäude, die einen gleichbleibend hohen Bedarf an Strom und Wärme haben.

  • Blower-Door-Test

    Kann die Luftdichtheit eines Gebäudes nachweisen. Im zu prüfenden Gebäude wird künstlich ein Unterdruck erzeugt, indem ein Ventilator dem Gebäude Luft entzieht. Über das abgesaugte Luftvolumen wird die Luftwechselrate bestimmt, was im angezeigten Fall Rückschlüsse auf potenzielle Undichtigkeiten in der Gebäudehülle (einschließlich Fenster und Türen) und damit auch auf Wärmeverluste zulässt. Der „Blower-Door-Test“ wird auch Differenzdruck-Messverfahren genannt.

  • Brennwert

    Gesamte Wärmemenge, die bei der Verbrennung frei wird. Sie steht im Gegensatz zum Heizwert, der nur die Wärme ohne Abgaskondensation berücksichtigt. Der Brennwert ist bei Verwendung des Brennstoffes Erdgas ca. 11% höher als der Heizwert.

  • Brennwertkessel

    Nutzt neben der direkten Verbrennungswärme die Energie des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfs. Im integrierten Abgaswärmetauscher kondensiert Wasserdampf zu Wasser und gibt die Energie als Wärme ab. Der Brennwertkessel zeichnet sich dementsprechend durch einen hohen Wirkungsgrad und besonders niedrige Abgasverluste aus.

  • Bruttovolumen (Ve)

    Über die Außenmaße ermitteltes Volumen eines Gebäudes oder einer Gebäudezone mit einer bestimmten Konditionierung.

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

    Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). In den Bereichen Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Energie nimmt es administrative Aufgaben des Bundes wahr. Das BAFA fördert u.a. erneuerbare Energien, Anlagentechnik und die Vor-Ort-Energieberatung durch einen unabhängigen Energieberater von Gebäuden, die vor dem 01.02.2002 gebaut wurden.

  • BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

    Eine Oberste Bundesbehörde, die u.A. die Energiewende voranbringen möchte und sich dabei gleichrangig an den Zielen der Klima- und Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit orientiert.

    Verantwortliches Bundesamt zur Umsetzung des NAPE. Erstellt das MAP (Marktanreizprogramm).

  • CO2

    Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. In Wasser gelöst wird es umgangssprachlich oft – besonders im Zusammenhang mit kohlendioxidhaltigen Getränken – ungenau Kohlensäure genannt. Kohlenstoffdioxid ist ein unbrennbares, saures, farb- und geruchloses Gas, das sich gut in Wasser löst. Mit basischen Metalloxiden oder -hydroxiden bildet es zwei Arten von Salzen, die Carbonate und Hydrogencarbonate genannt werden.

  • CO2-Bilanz

    Auch CO2-Fußabdruck oder „Carbon Footprint“ genannt, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen (gemessen in CO₂), der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht.

  • Dämmung

    Materialien mit niedriger Wärmeleitfähigkeit, die die Gebäudehülle (Außenwände, Kellerboden und Dach) thermisch isolieren und für eine möglichst gleichbleibende Temperatur im Innenraum sorgen. Es gibt unzählige Dämmstoffe auf dem Markt. Konventionelle Dämmstoffe sind Polystyrol, Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle) und Polyurethanschäume oder alternativ Holzfaserplatten, Kork, Zellulosefasern, Hanf, Flachs oder Mineraldämmplatten. Neben der Wärmeleitfähigkeit sind das Brandverhalten und die fachgerechte Ausführung zur Vermeidung von Schimmel wichtige Kriterien.

  • DENEFF (Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V.)

    Unabhängiges, industrieübergreifendes Netzwerk der Energieeffizienzbranche in Deutschland zur gemeinsamen politischen Interessensvertretung. Die Initiative mit Sitz in Berlin wird seit Ende 2010 von Bornholdt und Noll geführt. Sie setzt sich insbesondere auch für den Gebäudebereich ein. 

  • Deutsche Energie Agentur GmbH (dena)

    Wurde im Herbst 2000 mit Sitz in Berlin als Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme gegründet. Ihre Gesellschafter sind zu 50 % die Bundesrepublik Deutschland, ansonsten die KfW-Bankengruppe (26%), die Allianz SE (8%), die Deutsche Bank AG (8%) und die DZ BANK AG (8%). 

  • DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik)

    Zentrale Registrierstelle für Energieausweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) .Führt elektronische Stichprobenkontrollen der ausgestellten Energieausweise durch.

  • Durchleitende Bank

    Bank oder Sparkasse, über die ein Darlehen der KfW beantragt und ausgezahlt wird. Der Antragsteller zahlt es dann seiner Hausbank zurück, die es an die KfW weiterleitet. Zuschüsse müssen direkt bei dem Fördermittelträger beantragt werden.

  • EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz)

    Ermöglicht die Förderung der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien mit dem Ziel, von endlichen, fossilen Energieträgern unabhängig zu werden und klimaschädliches Treibhausgas zu verringern. Das Gesetz ist Teil des von der Bundesregierung 2007 beschlossenen Integrierten Energie- und Klimaprogramms (IEKP). Es bezieht sich bundesweit auf eine Richtlinie der EU von 2009, die die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung ab 2015 vorgibt. Dabei richtet sich die Zuständigkeit nach Landesrecht. Die Hälfte des Energieverbrauchs fällt in Deutschland bei der Wärmeerzeugung an, der Anteil an erneuerbaren Energien liegt dabei lediglich bei etwa 6 % (2007). Das EEWärmeG (§ 1) sieht vor, bis 2020 mindestens 14 % des Energiebedarfs von Gebäuden durch erneuerbare Energien zu decken. Dafür werden jährlich Gelder von Bund und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bereitgestellt.

  • Eigenleistung

    Arbeiten während der Sanierung, die nicht von Fachfirmen ausgeführt werden. Lohnkosten für Sanierungen werden von der KfW nur anerkannt von Fachfirmen, die Rechnungen mit Umsatzsteuer-ID-Nummer und ausgewiesener Mehrwertsteuer ausstellen. Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe werden nicht berücksichtigt. Materialien können jedoch bezuschusst werden.

  • Emissionen

    Schadstoffe, die bei der Verbrennung entstehen und durch Schornsteine, Auspuffe beziehungsweise Abgasrohre abgegeben werden, die Luft verunreinigen und den Klimawandel begünstigen. Bei den Abgasen einer Heizungsanlage sind dies im Wesentlichen CO2, SO2, NOx und Staub. 

  • Endenergiebedarf (QE)

    Rechnerische Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr (kWh/m2a), die der Verbraucher für eine bestimmungsmäßige Nutzung einsetzt. Die Berechnung erfolgt vereinfacht anhand genormter Klima- und Nutzungsrandbedingungen und kann daher zu einem gewissen Grad vom tatsächlichen Verbrauch abweichen.

  • Energieausweis

    Seit der EnEV 2009 verpflichtender Ausweis für den Gebäudeeigentümer mit einer Gültigkeit von bis zu 10 Jahren. Es existieren zwei Versionen des Energieausweises: Der Energiebedarfsausweis weist die energetische Qualität des Gebäudes auf Basis des berechneten, durchschnittlichen Endenergiebedarfs für die beheizte Fläche aus. Die ausgewiesenen Kennwerte geben an, wie viel Energie pro Quadratmeter und Jahr dem Gebäude zugeführt werden muss, um es auf eine vorgegebene Innentemperatur zu beheizen. Der Energieverbrauchsausweis orientiert sich wiederum am tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner eines Wohngebäudes pro Quadratmeter und Jahr sowie an den klimatischen Standortfaktoren. Er sagt aus, wie sparsam oder verschwenderisch sich die Nutzer in den letzten drei Jahren mit Heizung und Warmwasserverbrauch verhalten haben. Der Bedarfsausweis ist die objektivere und somit anerkannte Variante, verpflichtend für unsanierte Gebäude mit einem Baujahr vor November 1977 mit bis zu vier Wohneinheiten. Seit dem 1. Juli 2009 brauchen alle Nichtwohngebäude einen Energieausweis, wenn sie neu vermietet, verkauft oder verpachtet werden. Seit der EnEV 2014, vom 01.05.2014, muss der entsprechende Ausweis dem Kauf- oder Mietinteressenten spätestens bei einer Besichtigung unaufgefordert vorgezeigt werden. Bereits in einer Anzeige muss der Kennwert und die Art des Ausweises aufgeführt werden. In öffentlichen Gebäuden mit über 1.000 Quadratmetern Nutzfläche und Publikumsverkehr muss der Energieausweis außerdem auch gut sichtbar aushängen. Nachweislich falsche Angaben im Energieausweis werden mit Bußgeldern geahndet.

  • Energiebilanz

    Gegenüberstellung von verlustbehafteten Energieflüssen (Gebäudebauteile, Anlagentechnik) sowie energiezuführenden Bereichen und Aspekten (Personenabwärme, Sonneneinstrahlung) eines Gebäudes, dargestellt beispielsweise in einem so genannten Energieflussdiagramm. Das Ergebnis der Bilanz ist die Menge an Energie, die zugeführt werden muss, um die Verluste auszugleichen. 

  • Energieberater

    Sachverständiger für die Energieeffizienz von Gebäuden. § 21 EnEV definiert den Energieberater als eine Person mit der Berechtigung für die Ausstellung eines Energieausweises sowie der Beantragung und Bestätigung von KfW- Fördermitteln. Hierunter fallen neutrale Architekten, Ingenieure oder Handwerkermeister mit entsprechender Zusatzausbildung, staatlich gelistet. Wichtig ist: Der Handwerkermeister in seiner Funktion als Energieberater, darf die Maßnahmen nicht selbst umsetzen, da sonst die geforderte Unabhängigkeit nicht gewahrt ist und Sie keine Fördermittel des Staates erhalten. Die Berufsbezeichnung des Energieberaters ist nicht geschützt. Nur ca. jeder zehnte „Energieberater“ in Deutschland ist staatlich gelistet und ermöglicht Ihnen somit den Zugang zu Fördermitteln.

  • Energieberatung

    Eine Energieberatung kann unterschiedlich gestaltet werden. Finanziell gefördert wird nur die „Vor-Ort-Energieberatung“ im Sinne des BAFA. Diese Energieberatung beinhaltet die Aufnahme des Ist-Zustandes von Gebäudehülle und Anlagentechnik der Immobilie vor Ort, das Verfassen eines umfassenden Berichtes sowie dessen professionelle Auswertung, Erläuterung der Ergebnisse vor Ort inklusive Fördermittelberatung. Bei dieser Beratung berechnet der Energieberater zuerst den energetischen Ist-Zustand der Immobilie, um auf diesen konkreten Daten mögliche Maßnahmen und deren Wirtschaftlichkeit berechnen zu können. 

    Die sich von dieser Art der Energieberatung unterscheidenden und meist angebotenen Kurzberatungen basieren lediglich auf Schätzungen. Konkrete Berechnungen finden hierbei nicht statt, wodurch eine fundierte Aussage hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen nicht getroffen werden kann. Aufgrund der meist hohen Investitionssummen bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen, sollte immer eine umfassende Vor-Ort-Energieberatung vorausgehen. 

  • EnergieAgentur.NRW

    Die EnergieAgentur.NRW arbeitet im Auftrag der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen als operative Plattform mit breiter Kompetenz im Energiebereich: von der Energieforschung, technischen Entwicklung, Demonstration und Markteinführung über die Energieberatung bis hin zur beruflichen Weiterbildung.

  • Energieaudit (nach DIN EN 16247-1)

    Systematische Untersuchung des Energieeinsatzes und Energieverbrauchs von Organisationen, Anlagen, Gebäuden und Systemen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Verringerung des Energieverbrauchs, insbesondere im Gewerbe, Industrie oder Wohnungssektor.

  • Energieeinsparverordnung (EnEV)

    Enthält, neben den Bestimmungen für den Energieausweis, energetische Mindestanforderungen für Gebäudehülle und Anlagentechnik bei Neubau und Modernisierung. Sie ist Bestandteil des Wirtschaftsverwaltungsrechts, das die Wärmeschutz- sowie die Heizungsanlagenverordnung auf Grundlage des sogenannten Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) zusammenfasst. Zielsetzung von 2009 ist, den Heizungs- und Warmwasserbedarf um circa 30 % zu senken. Seit 01.05.2014 hat die EnEV2014 Gültigkeit. Diese wurde in 2016 mit einer Erhöhung der energetischen Standards im Bereich Neubau erweitert.

  • Energiekennzahl

    Spezifische Größe zur Darstellung des rechnerischen Energiebedarfes oder tatsächlichen Energieverbrauchs von Gebäuden je Quadratmeter beheizter Wohnfläche bezogen auf ein Jahr und abhängig vom Verhältnis zwischen thermischer Hüllfläche und beheiztem Volumen. Ihre Ermittlung erlaubt eine energetische Bewertung des Gebäudes.

  • Energieträger

    Substanz oder Phänomen zur Erzeugung von mechanischer Arbeit, Strahlung, Strom und Temperatur oder zum Ablauf chemischer bzw. physikalischer Prozesse. In der Natur vorhandene primäre Energieträger unterscheidet man in fossile, regenerative und nukleare Energieträger. Als sekundäre Energieträger werden Stoffe bezeichnet, die sich zum Energietransport und zur Energiespeicherung eignen, in der Natur aber nicht in verwertbarer Form vorkommen: Elektrizität, Wasserstoff und sekundäre organische Brenn- und Treibstoffe, wie Biogas, Ethanol, Methanol und Biodiesel.

  • Energiesparhaus

    Wird in der EnEV definiert. Dazu gehören Niedrigenergiehaus, 3-Liter-Haus, Passivhaus oder Nullenergiehaus und Plusenergiehaus mit bestimmten Anforderungen. Das Niedrigenergiehaus beispielsweise darf pro Quadratmeter nur so viel Energie im Jahr verbrauchen, wie in sieben Litern Heizöl enthalten ist, ein 3-Liter-Haus dementsprechend weniger. Ein Passivhaus kommt nahezu ohne aktives Heizungssystem aus und verbraucht damit bis zu 90 % weniger als ein herkömmliches Haus, das Nullenergiehaus hat eine ausgeglichene Energiebilanz und das Plusenergiehaus weist sogar eine positive Energiebilanz aus – es gewinnt Energie.

  • EnergieSparPlan (ESP)

    Wirtschaftlichkeitsberechnung, die von EVEECON im Rahmen der staatl. geförderten Vor-Ort-Energieberatung einer Immobilie erstellt wird. Fördermittel, Energiekostenreduzierung sowie Modernisierungskosten und Zinsen werden in die Kalkulation mit einbezogen.

  • Energiespeicher

    Energiespeicher dienen der Speicherung von Energie zur späteren Nutzung. Ist die Speicherung einer Energieform wegen technischer Probleme, ungenügender Kapazität oder Stillstandsverlusten ungünstig, wird sie in eine andere, für die Speicherung geeignetere, Energieform umgewandelt und gespeichert. Im Bedarfsfalle wird die Energie zurückgewandelt. Ein Beispiel ist die Wandlung chemischer Energie (Brennstoff) in thermische Energie (Wärme) oder elektrische Energie (Strom).

  • Erneuerbare Energien

    Werden mit Technologien wie Windkraft, Photovoltaik, Solarthermie, Wasserkraft, Biogasanlagen und Geothermie aus Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme gewonnen. Anders als fossile Energien aus Kohle, Erdöl und Erdgas oder Kernenergie sind sie nachhaltig und umweltverträglich nutzbar und außer der CO2-neutralen Biomasse ohne Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen oder dem Anfall von gefährlichem, in nicht überschaubaren Zeitrahmen (bis zu mehreren Milliarden Jahren) abbaubarem, radioaktivem Abfall.

  • Fördermittel

    Um die gesteckten politischen Energieeffizienz-Ziele zu erreichen, fördert der Staat die energetische Modernisierung des Gebäudebestands. 

    Fördersäule 1 „Beratung“: Fördermittel für die Beratung vor einer energetischen Modernisierung zur Identifizierung von sinnvollen Maßnahmen. Fördersäule 2 „Umsetzung“: Zuschüsse und/oder zinsgünstige Kredite für die Umsetzung energetischer Maßnahmen. Beide Fördersäulen können sowohl Privatpersonen für ihr Wohneigentum als auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für ihren Betrieb in Anspruch nehmen.

    Im Wohngebäude-Bereich fördert das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) die Vor-Ort-Beratung pro Gebäude mit mehreren Hundert Euro je nach Gebäudeart und Beratungselementen. Der EVEECON Energieberater beantragt die BAFA-Fördermittel für den Kunden. Ihm wird dabei lediglich sein Eigenanteil in Rechnung gestellt. Für die Umsetzung bietet die KfW-Bankengruppe zinsgünstige Kredite an, die sich durch tilgungsfreie Jahre zu Beginn der Laufzeit auszeichnen und die der Kunde über seine Hausbank beantragt. Wenn der Kunde mit seiner Modernisierung sein Haus auf einen KfW-Effizienzhaus-Standard hebt, so erhält er zusätzlich zum Kredit einen Tilgungszuschuss. 

    Für Einzelmaßnahmen ohne Erreichung eines Effizienzhauses kann der Kunde als zweite Variante einen Zuschuss erhalten, den er direkt bei der KfW beantragt. Wenn die Modernisierung durch einen kompetenten Energieberater begleitet wird, profitiert der Kunde zusätzlich von einer staatlichen Bezuschussung von 50 % der Kosten für die Baubegleitung. Der EVEECON Berater begleitet den Kunden auf Wunsch von Beginn der Planung bis zur abschließenden Qualitätskontrolle der Maßnahmen.

    Im KMU-Bereich wird die Säule „Beratung“ ebenfalls über das BAFA mit dem Programm „Energieberatung im Mittelstand“ bezuschusst. Wenn die Ergebnisse der Energieberatung den Kunden und sein Unternehmen überzeugt haben, kann er in der Säule „Umsetzung“ einen zinsgünstigen Investitionskredit aus den KfW-Energieeffizienzprogrammen nutzen.

  • Fossile Energieträger

    Aus Biomasse entstandene, endliche Stoffe, die durch Sedimentschichten tausende von Jahren von der Atmosphäre abgeschlossen waren. Dazu gehören Kohle, Erdgas, Erdöl und Methanhydrat. Bei ihrer Verbrennung wird umweltschädliches CO2 frei.

  • Gradtagzahl

    Stellt den Zusammenhang zwischen der gewünschten Raumtemperatur und der Außenlufttemperatur für die Heiztage eines Bemessungszeitraums dar. Sie wird zur Ermittlung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes in der Heizperiode herangezogen.

  • Hausakte

    Bei der Hausakte werden alle wichtigen Dokumente Ihrer aktuellen oder zukünftigen Immobilie erstellt und professionell gebündelt und aufbereitet. Der Immobilienmakler, Ihr Finanzberater und Sie selbst haben alles auf einen Blick – transparent dokumentiert und durch einen Sachverständigen bestätigt.

    Die Hausakte enthält folgende Dokumente:

    • Wertermittlung des Gebäudes
    • Energiebedarfsausweis
    • Gebäudeanalyse
    • Dokumentation Hausakte

     

     

     

  • Hauskaufcheck

    Auf Grundlage einer Untersuchung der Immobilie durch eine Hausbegehung wird ein Ergebnisbericht mit einer Stellungnahme zum energetischen Zustand des Gebäudes erstellt. Zu erwartende Sanierungserfordernisse werden aufgezeigt und mit einer Grobkostenschätzung belegt.

  • Hauskaufanalyse

    Analog zur klassischen Energieberatung vor Ort, analysiert ein Energieberater das Gebäude und zeigt durch konkrete Berechnungen auf mit welchen energetischen Sanierungserfordernissen in den kommenden Jahren zu rechnen ist und welche Energiekosten erwartet werden. 

     

  • Haustechnik

    Technik zur energetischen und stofflichen Versorgung in einem Gebäude. Sie umfasst Heizung und Wasserbereitung, Lüftung, Beleuchtung und Automatisierung von Arbeitsvorgängen.

     

  • Heizlast (in W)

    Notwendige Heizleistung zur Aufrechterhaltung einer vorgegebenen Raumtemperatur, nach der die Heizungsanlage ausgerichtet und dimensioniert wird. Sie ist abhängig von der Lage des Gebäudes, der Bauweise der Gebäudeumfassungsflächen und der spezifischen Nutzung einzelner Räume.

  • Heizungen

    werden in herkömmlichen Systemen mit Erdgas und Heizöl als Standardkessel, effektiver als Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie als Blockheizkraftwerk betrieben. Alternativ kommen Holzheizungen auf Biomassebasis oder Wärmepumpen zum Einsatz, solarthermische Anlagen unterstützen im Kombibetrieb die Warmwassererzeugung und den Heizungsbetrieb. Entscheidend bei der Beurteilung von Effizienz und Umweltverträglichkeit ist der Wirkungsgrad, sprich das Verhältnis von abgegebener zu eingesetzter Energie.

     

  • Heizungsdeckung (in %)

    Anteil des jeweiligen Heizungssystems an der Gesamterzeugung von Energie zur Heizwärme- und Trinkwarmwasserversorgung.

  • Heizungspaket (KfW)

    Im Rahmen des „Anreizprogramms Energieeffizienz“ der KfW wurde zum 01.01.2016 das sogenannte „Heizungspaket“ eingeführt. Das Heizungspaket besteht mindestens aus der Erneuerung der Heizungsanlage und der darauf abgestimmten Optimierung der Wärmeverteilung. 

    Die Voraussetzung für eine Förderung sind:

    • Es wird ein Wärmeerzeuger auf Basis fossiler Energien (z. B. Gas oder Öl) außer Betrieb genommen, der nicht auf Brennwerttechnik basiert.
    • Der außer Betrieb genommene Wärmeerzeuger unterliegt nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 EnEV.
    • Es wird ein neuer Wärmeerzeuger eingebaut, der in diesem Programm förderfähig ist
    • Die gesamte Heizungsanlage wird optimiert
    • Sollten diese Voraussetzungen eintreten, fördert die KfW die Maßnahme mit einem Tilgungszuschuss von 12,5% der Investitionssumme.
  • Hilfsenergie

    Elektrische Energie, die für den Betrieb von Hilfsantrieben in der Anlagentechnik notwendig ist. So verbraucht z.B. eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher, die einen Laderegler hat, ca. 15 % des von ihr produzierten Stroms für eben diesen Laderegler.

     

  • Holzheizung

    Gehört in den Bereich der Biomasseheizungen. Als Brennstoffe sind zum Beispiel Holzpellets, (kleine Presslinge aus unbehandeltem Holz), Hackschnitzel und Scheitholz geeignet. Biomasseöfen werden entweder automatisch oder per Hand beschickt.

     

  • Hydraulischer Abgleich

    Einstellung der Heizwärmeverteilung mit dem Ziel, dass jeder Heizkörper im Haus mit der benötigten Wärmemenge versorgt wird, unabhängig davon, wie weit er vom Heizwärmeerzeuger entfernt ist. Auch nach der Inbetriebnahme ist ein Abgleich möglich, wenn die erforderlichen Armaturen (Thermostatventile und oder Strangdifferenzdruckregler) im Rohrnetz vorhanden sind. Diese Effektivierung ist Voraussetzung für die Förderung der Heizungsmodernisierung durch die KfW.

     

  • Jahresnutzungsgrad

    beschreibt die Auslastung der Heizanlage. Ein gut ausgelastetes System arbeitet dabei wesentlich wirtschaftlicher als eine nicht ausgelastete Heizungsanlage. Schlechte Nutzungsgrade kommen daher häufig durch eine Überdimensionierung zustande.

     

  • Jahresprimärenergiebedarf (Qp)

    Energiemenge, die im Verlauf eines Jahres durchschnittlich für Heizen, Lüften und zur Warmwasserbereitung unter Einbezug von Herstellung und Transport des verwendeten Energieträgers benötigt wird.

  • Kapitalwert

    Rechenwert in Euro, mit dessen Hilfe beurteilt werden kann, ob sich eine geplante Investition rechnerisch lohnt. Ist der Kapitalwert positiv, bedeutet das einen finanziellen Gewinn über die Nutzungsdauer der Investition. Investiert man in eine energetische Modernisierung seines Wohngebäudes eine gewisse Summe, haben die Gewerke beispielsweise Nutzungsdauern zwischen 20 und 30 Jahren. In dieser Zeit spart man jeden Monat Energie und damit Energiekosten ein. Ob die über die Zeit summierten Einsparungen höher sind als die Investitionssumme, wird anhand des Kapitalwerts dargestellt. Er berücksichtigt außerdem die erwartete Preissteigerung für Energie sowie die Zinsen am Kapitalmarkt. Mit Hilfe des Kapitalwerts lassen sich mehrere mögliche Investitionen miteinander vergleichen: Je höher der Kapitalwert, desto lohnenswerter die Investition.

     

  • KfW-Effizienzhaus

    Qualitätszeichen, das von der Deutschen Energie-Agentur, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der KfW entwickelt wurde. Der Begriff bezeichnet die Höhe des Jahresprimärenergiebedarfs eines Gebäudes, abhängig auch vom Transmissionswärmeverslust (H`T) in Relation zu einem vergleichbaren Neubau (Referenzgebäude) nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Ein KfW-Effizienzhaus 70 weist beispielsweise rechnerisch höchstens 70 % des Jahresprimärenergiebedarfs des entsprechenden Referenzgebäudes aus. Je kleiner die Zahl in der Bezeichnung, desto niedriger und somit besser das Energieniveau.

  • Kilowattstunde (kWh)

    Einheit für Arbeit und Energie. Eine kWh entspricht der Arbeit die nötig ist, um eine Leistung von 1 kW über eine Stunde zu erbringen. Dies entspricht gleichzeitig der Energiemenge. 

    Umrechnungsfaktoren zur Ermittlung des Heiz- und Brennwertes von Energieträgern:

    1 Liter Heizöl ≙ ca. 10 kWh

    1m³ Erdgas ≙ ca. 8-10 kWh

    1 Liter Flüssiggas ≙ ca. 6-7 kWh

    1 kg Holzpellets ≙ ca. 5 kWh

     

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

    Gemäß der Definition der Europäischen Union handelt es sich hierbei um Unternehmen, die weniger als 250 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro haben sowie eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.

     

  • Klimaschutzprogramm (nationales)

    Das Nationale Klimaschutzprogramm der Bundesrepublik Deutschland vom 18. Oktober 2000 soll sicherstellen, dass das von Deutschland auf europäischer und internationaler Ebene zugesagte Ziel einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen erreicht wird. Mit dem Beschluss der Bundesregierung vom 13. Juli 2005 wurde das Nationale Klimaschutzprogramm fortgeschrieben (Nationales Klimaschutzprogramm 2005 - Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 21 % im Zeitraum 2008–2012 bezogen auf 1990). 1995 hatte sich Deutschland auf dem Klimagipfel in Berlin verpflichtet, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bis zum Jahr 2005 um 25 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

  • Klimawandel

    Globale Veränderung von Durchschnittstemperatur, Wetterzuständen und Jahreszeiten. Durch Verbrennen fossiler Brennstoffe, Entwaldung sowie Land- und insbesondere Viehwirtschaft werden das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) sowie Methan und Lachgas freigesetzt. Auch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) sind klimaschädliche Gase. Sie sind z.B. in Kühlanlagen, Kühlschränken und anderen Geräten enthalten, die bei unsachgemäßer Entsorgung daraus freigesetzt werden können. Sie sind sehr langlebig und reichern sich in der Erdatmosphäre an. Treibhausgase führen zu dem so genannten Treibhauseffekt: Sonnenstrahlung wird an der Erdoberfläche absorbiert und wandelt sich dabei in langwelligere (Wärme-) Strahlung um. Die Gase absorbieren die Wärmestrahlung und verhindern dadurch die Rückstrahlung und Energieabgabe. Diese Wärme heizt die Atmosphäre auf. Dadurch kann die Durchschnittstemperatur auf der Erde bis zu 6 °C steigen. Es wird versucht, die durchschnittliche Erderwärmung auf 

    2 °C zu begrenzen. Erwartete Folgen des Klimawandels sind das Schmelzen der Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels und die Überflutung der Küstenregionen. Andererseits kommt es, besonders in Südeuropa, zu Wasserknappheit.

     

  • Konditionierung

    Einhalten bestimmter Bedingungen in Räumen durch Heizung, Kühlung, Be- und Entlüftung, Befeuchtung und Beleuchtung.

     

  • Kraft-Wärme-Kopplung

    Nutzung der Wärme, die bei der Stromerzeugung durch einen Verbrennungsmotor in Verbindung mit einem Generator entsteht.

     

  • KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

    großer Energieeffizienzförderer Deutschlands. Fördert (neben vielen anderen öffentlichen Aufträgen) energieeffiziente Neubauvorhaben, energetische Gebäudesanierung sowie Photovoltaik und Energiespeicher mit günstigen Krediten. Außerdem gibt es Investitionskostenzuschüsse für Selbstfinanzierer von Sanierungsmaßnahmen, für Baubegleitung sowie bei Erreichen der KfW-Effizienzhaus-Niveaus. Zur Ausstellung eines gültigen KfW-Finanzierungsantrages vor einer Maßnahme oder einer Maßnahmenkombination sowie die anschließende KfW-Bestätigung ist nur ein staatlich gelisteter Energieberater berechtigt.

     

  • Lüftungsanlage

    Einrichtung zur Zuführung von Außenluft, beziehungsweise Abführung von verbrauchter Abluft. Varianten sind die zentrale Abluftanlage und die dezentrale Einzelraumlüftung. Durch Wärmerückgewinnung lassen sich Wärmeverluste, wie sie bei manueller Lüftung entstehen, vermeiden. Dabei wird die Wärme der Abluft an die Zuluft weitergeleitet. Im Passivhaus ersetzt sie weitgehend die Heizung.

  • Luftfeuchtigkeit

    Entsteht im Haus durch Atmen, Waschen, Putzen und Kochen. In einem Vier-Personen-Haushalt sind es beispielsweise etwa 10 l Wasser am Tag, die sich in der Luft anreichern. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Schimmelbildung führen. Da moderne Baustoffe zunehmend luftdicht sind, schafft neben Stoßlüftung eine Lüftungsanlage Abhilfe.

     

  • Lüftungskonzept

    Das Lüftungskonzept ist ein klar umrissener Plan zur Lüftung von einem Raum, einem Gebäude oder ähnlichen Bauwerken. Die Lüftung muss hierbei nach DIN 1946-6 – Lüftung von Wohnungen – nutzerunabhängig funktionieren, das heißt auch bei Abwesenheit der Nutzer. Für neu zu errichtende oder zu modernisierende Gebäude mit lüftungstechnisch relevanten Änderungen, zum Beispiel nach Austausch der Fenster oder der Bedachung, ist ein Lüftungskonzept für jede Nutzungseinheit zu erstellen. Mit dem Lüftungskonzept wird überprüft, ob der Luftvolumenstrom über Undichtigkeiten der Gebäudehülle (Infiltration) größer ist als der für den Feuchteschutz notwendige Luftwechsel. Ist das nicht der Fall, sind lüftungstechnische Maßnahmen notwendig.

     

  • Lüftungspaket

    Im Rahmen des „Anreizprogramms Energieeffizienz“ der KfW wurde zum 01.01.2016 das sogenannte „Lüftungspaket“ eingeführt. Das Lüftungspaket besteht aus der Erneuerung oder dem erstmaligem Einbau einer KfW-förderfähigen Lüftungsanlage (Zu- und Abluftanlage) mit Wärmerückgewinnung) in Verbindung mit mindestens einer KfW-förderfähigen Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz an der Gebäudehülle (z. B. Dämmung der Wände, Erneuerung der Fenster).

    Sollten diese Voraussetzungen eintreten, fördert die KfW die Maßnahme mit einem Tilgungszuschuss von 12,5% der Investitionssumme.

     

  • MAP (Marktanreizprogramm des BMWi)

    Mit einem Volumen von über 300 Mio. Euro pro Jahr ist das MAP ein zentrales Instrument zum Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, da es Private, Unternehmen und Kommunen motiviert, in nachhaltige Heiztechnik zu investieren und mit erneuerbaren Energien ihren Bedarf an Wärme und Kälte zu decken. 

    Die Förderung beruht dabei auf zwei Säulen:

    1. Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    2. zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse durch die KfW

    Siehe auch „Energieberatung“ und „Baubegleitung“

  • Modernisierungsbegleitung

    Siehe "energetische Baubegleitung"

     

  • NAPE (Nationaler AktionsPlan Energieeffizienz)

    Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) stellt die Bundesregierung ihre Effizienzstrategie für die 18. Legislaturperiode vor. Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der NAPE zielt darauf ab, alle gesellschaftlichen Akteure in diesen Prozess einzubinden und das Bewusstsein für die Vorteile energieeffizienten Handelns zu schärfen.

  • Nettoraumvolumen (V)

    Luftvolumen einer Gebäudezone oder des gesamten Gebäudes, das anhand der inneren Abmessungen bestimmt wird. Vereinfacht kann das Nettovolumen über die Formel 0,8 x Bruttovolumen Ve bestimmt werden.

  • Nullenergiehaus

    Energiestandard für Gebäude, die in der jährlichen Bilanz rechnerisch keine externe Energie beziehen. Die benötigte Energie für Heizung, Warmwasser und Strom wird im, beziehungsweise am Haus erzeugt. Wird mehr Energie erzeugt als verbraucht, spricht man von einem Plusenergiehaus. Optimale Isolierung der Gebäudehülle, große Fensterflächen mit Südausrichtung und dreifacher Wärmeschutzverglasung, ein geringes Verhältnis von Oberfläche zu Volumen (A/V-Wert), sowie Luftdichtheit und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sind Voraussetzung. Nur an besonders kalten Wintertagen wird beispielsweise mit einer Solar-Wasserstoffanlage nachgeheizt.

  • Nutzenergiebedarf (QN)

    Bedarf an Nutzenergie, also Energie, die dem Endnutzer für seine Bedürfnisse zur Verfügung steht. Sie entsteht durch Umwandlung der Endenergie. Mögliche Formen der Nutzenergie sind Wärme zur Raumheizung, Kälte zur Raumkühlung, Licht zur Arbeitsplatzbeleuchtung, mechanische Arbeit oder Schallwellen. Die Nutzenergie ist in den meisten Fällen kleiner als die Endenergie, da bei der Energieumwandlung Verluste auftreten. Beispielsweise erzeugt eine Glühlampe nicht nur Licht, sondern strahlt den größten Teil der eingesetzten Energie in Form von Wärme ab.

  • Nutzungsdauer

    Angenommene funktionstüchtige Lebensdauer von Technik oder Material als Kriterium für eine wirtschaftliche Vergleichbarkeit.

     

  • Ökobilanz

    Auswertung der Wirkungen von einem Produkt, Service oder Betrieb auf die Umwelt. Dabei wird der Input in Form von Rohstoffen dem Output, sprich Emissionen und Abfällen, gegenübergestellt. Die Norm ISO 14040 gibt vor, zuerst Ziel und Untersuchungsrahmen zu definieren, um mit geeigneter Methodik und Software die so genannte Stoffstromanalyse quantitativ zu bilanzieren, dann die Wirkung qualitativ abzuschätzen, um schließlich zu einer Bewertung zu kommen. Die Ökobilanzen sind dementsprechend nur bei gleicher Untersuchungsmethodik vergleichbar. Für eine normgemäße Veröffentlichung ist die Nachprüfung durch einen unabhängigen Gutachter notwendig.

  • Passivhaus

    Gebäude, mit kompakter, hoch wärmegedämmter Bauweise und mechanischer Lüftung. Der Begriff ist nicht geschützt, sondern orientiert sich an einem Verbrauchsstandard. Gemäß Passivhaus-Institut in Darmstadt liegt der Heizwärmebedarf (Energiekennzahl) bei maximal 15 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr (kWh/m²a). Für den sonstigen Wärmeeintrag sorgen Sonne, Haushaltsgeräte und Bewohner. 

  • Pelletheizung

    Pelletheizungen nutzen erneuerbare Energien in Form des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Eine Pelletheizung besteht aus einem Kessel, in dem die Pellets (in Zylinderform gepresste Holzpartikel) verfeuert werden. Beschickt wird die Anlage automatisch mithilfe von Fördertechnik, die die Pellets aus dem Lager in den Kessel transportiert. Das Lager wird im Durchschnitt einmal jährlich durch Anlieferung der Pellets aufgefüllt. Wichtig: Aufgrund der Pelletlagerung und Fördertechnik ist ein erhöhter Platzbedarf erforderlich.

  • Photovoltaik

    Bereich der Solartechnik zur Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen auf Dach- und Freiflächen. Ausschlaggebend für die Amortisation einer Photovoltaikanlage ist die Dimensionierung und damit die gewonnene Strommenge. Die Strahlungsenergie schwankt tages-, jahreszeitlich und wetterbedingt, so kann eine Solaranlage in Deutschland im Juli einen bis zu fünf Mal höheren Ertrag aufweisen als im Dezember. Auch Standort, Ausrichtung der Module und Verschattung haben dabei wesentlichen Einfluss. Der Ertrag wird meist in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) gemessen. Der spezifische Ertrag ist definiert als Kilowattstunden pro installierter Nennleistung in Kilowattpeak (kWh/kWp), und ermöglicht den Vergleich zwischen unterschiedlich großen Anlagen. Hauptabsatzmarkt ist Deutschland. Als erneuerbare Energie wird Photovoltaik vom Staat gefördert, Leistungseinspeisung ins öffentliche Netz wird vergütet.

  • Plusenergiehaus

    Ein Plusenergiehaus ist ein dem Nullenergiehaus ähnelndes Haus, dessen jährliche Energiebilanz positiv ist: es gewinnt mehr Energie, als es von außen (zum Beispiel in Form von Elektrizität, Gas, Heizöl oder Holzbrennstoffen) bezieht. Die benötigte Energie für Heizung und Warmwasser wird im oder am Haus selbst gewonnen, meist durch thermische Solaranlagen und Photovoltaikanlagen.

  • Primärenergie (QP)

    Bezeichnet in der Energiewirtschaft natürlich vorkommende Energieformen oder -quellen, wie Kohle, Gas und Öl, aber auch regenerative Quellen, wie Biomasse, Sonne, Wasser und Wind. Im Gegensatz dazu spricht man von Sekundärenergie oder Energieträgern, wenn diese erst durch einen (mit Verlusten behafteten) Umwandlungsprozess aus der Primärenergie gewandelt werden, wie Strom und Wärme. Die nach eventuellen weiteren Übertragungsverlusten vom Verbraucher nutzbare Energiemenge bezeichnet man als Endenergie.

  • Primärenergieaufwandszahl

    Qualität des Heizsystems als Verhältnis zwischen zugeführter Primärenergie und genutzter Energie für Heizung und Warmwassererzeugung. Je kleiner die Zahl, desto besser der Wirkungsgrad.

  • Primärenergiebedarf

    Produkt aus Endenergie und Primärenergiefaktor des eingesetzten Energieträgers, Herstellung und Transport mit inbegriffen.

  • Referenzgebäude

    Virtuelles Gebäude, das bei der Bilanzierung nach den Rechenvorschriften der EnEV 2009 zur Bewertung einer Immobilie am Rechner erstellt wird. Anhand des Vergleichs zwischen tatsächlichem Gebäude und virtuellem Referenzgebäude kann beispielsweise bewertet werden, ob Bestandsanforderungen nach EnEV oder die Vorgaben zu einem KfW-Effizienzhaus erfüllt sind. Das Referenzgebäude muss dabei hinsichtlich Form, Größe und Ausrichtung mit dem zu bewertenden Gebäude identisch sein.

  • Regenerative Energien

    siehe "Erneuerbare Energien"

     

  • Schimmel

    Folge einer wasserundichten Gebäudehülle, falschem Lüftungs- und Heizverhalten oder einer unsachgemäßen Sanierung, die vermieden werden kann. Schwarzschimmel als häufigste Form, tritt an kalten Stellen, häufig Wärmebrücken auf, an denen die Luftfeuchtigkeit kondensiert und kann Auslöser von Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen sein.

     

  • Solartechnik

    Nutzung der Sonnenenergie zur Wärme- oder Stromgewinnung als Solarthermie oder Photovoltaik. Während die Kosten der endlichen, fossilen Energieträger steigen, ist die Primärenergiequelle Sonne kostenlos und die Solartechnik wird zunehmend effizienter. Die Sonnenenergie unterliegt tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Da die Speichermöglichkeiten speziell von elektrischer Energie noch begrenzt sind, kann die Solartechnik aktuell nur einen Teil von einem Energiemix aus verschiedenen Energien darstellen.

  • Solarthermie

    Umwandlung der Sonnenergie in nutzbare thermische Energie. Das BAFA fördert Solarkollektoranlagen auf Bestandsgebäuden zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Weitere Nutzungsbereiche bilden die Bereitstellung von Prozesswärme, die solare Kälteerzeugung oder die Zuführung in ein Wärmenetz. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Sonneneinstrahlung in Deutschland, ist die Deckungsrate speziell bei der Heizungsunterstützung relativ niedrig.

  • Speicher

    siehe "Energiespeicher"

  • Stromsparberatung

    Auffinden von stromverbrauchsintensiven Elementen im Haushalt durch den Energieberater. Klassische „Stromfresser“ sind neben der Beleuchtung zum Beispiel Pumpen der Heizungsanlage, alte Kühlschränke, Durchlauferhitzer sowie Elektroheizungen. Hier können bereits geringe Investitionssummen zu erheblichen Einsparungen führen. Auch das Nutzerverhalten spielt eine wichtige Rolle.

  • Systemnutzungsgrad (in %)

    Nutzungsgrad der Heizungsanlage einschließlich der Wärmeverteilung im Gebäude durch Leitungen. Je höher die Zahl, desto effektiver die Anlage.

  • Taupunkt

    Temperatur, bei der Wasserdampf unter bestimmten Temperatur- und Druckverhältnissen kondensiert. Zur Beurteilung der Gefahr einer Tauwasserbildung - und damit auch Schimmel - dient das so genannte Glaserdiagramm.

  • Temperatur-Korrekturfaktor (Fx)

    Faktor zur Anpassung des U-Wertes auf die Temperaturen der Bauteile, die nicht an Außenluft grenzen. Für den Energiesparnachweis dürfen nur die Korrekturfaktoren nach EnEV verwendet werden.

  • Thermische Behaglichkeit

    Zentraler Begriff der Norm EN ISO 7730, der das menschliche Wohlbefinden in Abhängigkeit von der Wärme beschreibt, Qualitätskriterium für Heizungs- bzw. Klimatisierungssysteme. Mehrere Parameter sind dabei zu berücksichtigen: Temperatur- und Strahlungsunterschied, thermische Strömung/Zugluft sowie Dampfbildung. Durchschnittlich angenehm ist eine Temperatur zwischen 20 °C und 22  C sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 70%. Aufgrund der Temperaturstrahlung ist allerdings nicht nur die Raumluft, sondern auch die Temperatur der Umgrenzungsflächen relevant. Günstig sind daher Flächenheizungen, wie Wand- und Fußbodenheizung. Mit Außendämmung wird nicht nur der Transmissionswärmeverlust verringert, sondern der Innenraum wird subjektiv auch als wärmer empfunden als er eigentlich ist.

  • Thermische Hülle

    Beschreibt die äußere Gebäudehülle, das heißt, die Summe aller Flächen eines Gebäudes, welche eine Grenze zwischen beheiztem und unbeheiztem Bereich bilden. An diesen Flächen finden, abhängig von der energetischen Bauteilqualität, mehr oder weniger ausgeprägte Wärmeübergänge statt. 

    Zu der thermischen Hülle gehören Wände, Keller bzw. die untere Gebäudeabgrenzung, Dach bzw. obere Gebäudeabgrenzung sowie Fenster und Außentüren.

  • Thermografie

    Sichtbarmachung infraroter Wärmestrahlung, die von der Oberfläche der Gegenstände ausgeht, mit Hilfe einer Wärmebildkamera. Kalte Oberflächen werden in der Regel in einem so genannten Thermogramm dunkel/blau dargestellt, warme Stellen sind als helle/gelbrote Flächen zu erkennen. Insbesondere versteckte Wärmebrücken oder feuchte Stellen einer Gebäudehülle werden dadurch sichtbar. Thermografieaufnahmen sind sinnvoll bei geringen Außentemperaturen ohne Regen und direkte Sonneneinstrahlung sowie einem gleichmäßig beheizten Innenraum.

  • Tilgung

    Rückzahlung eines Darlehens. Die Tilgung von KfW-Darlehen erfolgt in Raten oder in Summe am Ende der Laufzeit. Einen Tilgungszuschuss gibt es nach Abschluss des Vorhabens und Erreichen des Förderziels, wie der energetischen Sanierung eines Wohngebäudes zum KfW-Effizienzhaus.

  • Transmission

    Maß für den Wärmedurchgang durch Strahlung und Konvektion an den Oberflächen eines Bauteiles.

  • Transmissionswärmeverlust (H'T)

    Wärmeverlust (in W/m2K) aufgrund von Transmission durch die Gebäudehülle als energetisches Qualitätsmerkmal für das Gebäude. So ist für jedes Gebäude ein zulässiger Höchstwert nach EnEV einzuhalten.

  • Trinkwasserwärmebedarf

    Energiemenge, die zur Erwärmung von Trinkwasser benötigt wird. Anlagenverluste werden bei der Ermittlung nicht berücksichtigt. Der Trinkwasserwärmebedarf wird bei der Berechnung nach der EnEV pauschal mit 12,5 kWh/m²a angesetzt. Dies entspricht einem Bedarf von ca. 23 l/Person/Tag.

  • Umweltpolitik

    Umfasst Gewässer-, Emissions-, Boden-, Wald- und Klimaschutz. Ziel des „Kyoto-Protokolls“ ist der Klimaschutz, sprich die weltweite Reduzierung der Treibhausgase, um den Anstieg der Durchschnittstemperatur auf 2  C zu begrenzen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssten die globalen Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um mindestens 50% reduziert werden. Dabei entfallen 40% des deutschen Energieverbrauchs auf den Gebäudebereich. Mit der Steigerung der Gebäude-Energieeffizienz lassen sich bis zu 85% des Energiebedarfs einsparen. Gleichzeitig sinkt der CO2-Verbrauch pro Gebäude um ca. 6t pro Jahr. Die Umsetzung des Energiekonzepts wird durch das statistische Bundesamt, die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt überwacht. Das BAFA übernimmt bis zu 60% der Kosten einer Vor-Ort-Energieberatung. Die KfW-Bankengruppe bietet zudem zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse zur Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen in den Bereichen „Energieeffizienz“, „erneuerbare Energien“ sowie „Bauen, Wohnen, Energie sparen“.

  • U-Wert

    Wärmedurchgangskoeffizient, früher k-Wert, bezeichnet in der Bauphysik, wie viel Energie durch eine Fläche von 1m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen stationär um ein Grad Kelvin unterscheiden (W/(m²·K)). Je höher der Wert, desto schlechter ist die Wärmedämmeigenschaft des Stoffes. Feuchtigkeit kann die Wärmedämmeigenschaft zusätzlich herabsetzen. Die energetische Qualität neuer Bauteile unterliegt bestimmten EnEV-Grenzwerten.

  • Wärmebrücke

    Stelle oder Abschnitt in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen entweicht als durch angrenzende Bauteile. Dies bewirkt einen verstärkten Wärmeverlust. Bei Unterschreiten der sogenannten Taupunkttemperatur besteht zudem die Gefahr von Kondenswasserausfall, möglicher Schimmelbildung und dadurch Gefährdung der Bausubstanz. Typische Wärmebrücken sind Rollladenkästen, aufliegende Geschossdecken und auskragende Balkone, Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Gebäudeecken, Heizkörpernischen, Rohrleitungsschlitze, Fenster und Türanschlüsse an Laibungen, Fugen und andere Gebäudeundichtigkeiten. Thermografieaufnahmen können bei der Feststellung von Wärmebrücken unterstützend eingesetzt werden.

  • Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

    Ein Wärmedämmverbundsystem (abgekürzt WDVS) ist ein System zum Dämmen von Gebäudeaußenwänden. Der geregelte Aufbau besteht aus der Befestigungsart (geklebt und/oder gedübelt oder einem Schienensystem), einem Dämmstoff, einer Putzträgerschicht (armierter Unterputz) und einer Oberflächenschicht (Oberputz- oder Flachverblender). 

  • Wärmeleitfähigkeit (WL)

    Vermögen eines Stoffes, thermische Energie zu transportieren. Die spezifische Wärmeleitfähigkeit in Watt je Meter und Kelvin (W/mK) ist eine temperaturabhängige Materialkonstante. Je größer die Wärmeleitfähigkeit, desto geringer ist die Dämmfähigkeit.

  • Wärmepumpe

    Eine Wärmepumpe macht thermische Energie, die im Boden, in der Luft oder im Grundwasser gespeichert ist, für Heizzwecke nutzbar. Durch Kompression wechselt der Aggregatzustand zwischen gasförmig und flüssig, es entsteht Kälte bzw. Wärme. Die Eingangsenergie ist in der Regel Strom. Wärmepumpen lassen sich besonders effektiv bei Fußboden- und Flächenheizungen sowie zur Kühlung einsetzen, in Verbindung mit anderen erneuerbaren Energien können sie außerdem fast emissionsfrei betrieben werden.

  • Wärmequelle

    Bereich oder Körper, dessen Temperatur in einem abgegrenzten Raum, über der durchschnittlichen Innentemperatur eines Gebäudes liegt. Die Leistung von Heizung und Lüftung zählen nicht dazu. So geht beispielsweise die Abwärme einer Kühltheke in kWh pro Jahr in die Berechnung der Bilanzierung des Wärmebedarfs ein.

  • Wärmesenke

    Wärmemenge, die dem Gebäude, unabhängig von der Klimaanlage, entzogen wird. Eine Anlieferungszone mit ihrer Temperatur unter der Zonentemperatur geht beispielsweise in die Bilanzierungsberechnung des Wärmebedarfs in kWh pro Jahr mit ein.

  • Warmwasser

    Kann zentral oder dezentral aufbereitet werden. Zentrale Warmwasserspeicher arbeiten mit Zirkulationsleitungen: Das erwärmte Wasser läuft durch die Verteilungsrohre permanent im Kreis, so dass an jeder Entnahmestelle unmittelbar warmes Wasser vorhanden ist, was jedoch Wärmeverluste bedeutet. Durch das Abschalten der Pumpen zu bestimmten Zeiten, etwa in der Nacht, können Energieverluste verringert werden. Dezentral wird Warmwasser elektrisch oder mit Öl- und Gasheizkessel bereitet. Außerdem durch Gaskombiwasserheizer, Gasdurchlauferhitzer, Nachtstromboiler und Stromdurchlauferhitzer. Warmwasser kann auch durch den Einsatz von Fernwärme, aus Kraft-Wärme-Kopplung oder in Verbindung mit Sonnenkollektoren erzeugt werden.

    Seit dem 1. November 2012 müssen Hauseigentümer von Mehrfamilienhäusern zentrale Warmwasseranlagen einmal im Jahr auf gesundheitsschädliche Legionellen-Keime überprüfen. Diese Untersuchung wird mit den Nebenkosten abgerechnet. Zur Absicherung wird eine thermische Desinfektion bei über 70  C empfohlen.

  • Wasserdampfdiffusionswiderstand

    Maß, mit dem ein Dämmstoff die Ausbreitung von Wasserdampf verhindert. Es bezeichnet die Dichtigkeit im Vergleich zur umgebenden Luft. Je höher die Zahl, desto dampfdichter ist das Material. Bei Außenwänden sollte der Widerstand der einzelnen Schichten von innen nach außen abnehmen, um zu verhindern, dass  Feuchtigkeit aus den Wohnräumen ins  Dämmmaterial gelangt und dort kondensiert.

  • Wertermittlung

    Der Verkehrswert, oder auch Marktwert genannt, ist der realistische Preis für Ihre Immobilie, welchen Sie aufgrund Beschaffenheit und Lage bei einem Verkauf voraussichtlich erzielen können. Dabei gilt der Zeitpunkt der Erstellung des Wertgutachtens. Subjektive Faktoren werden bei der Ermittlung des Verkehrswertes durch einen neutralen Sachverständigen ausgeschlossen und die Werthaltigkeit Ihrer Immobilie wird somit neutral bestätigt.

  • Wertsteigerung

    Die Durchführung von energetischen Maßnahmen bewirkt eine Wertsteigerung der Immobilie. Diese liegt in der Regel zwischen 80% und 120% der Investitionssumme. Die Höhe ist von verschiedenen Kriterien abhängig. Unter anderem spielt eine wichtige Rolle, ob die durchgeführte Maßnahme von außen sichtbare Änderungen beinhaltet. Beispiel: Bei gleicher Investitionssumme führt die Erneuerung einer Heizungsanlage in der Regel zu einer geringeren Wertsteigerung als die Erneuerung eines Daches oder einer Fassade.

  • Wirtschaftlichkeitsberechnung

    Die Wirtschaftlichkeitsberechnung im Rahmen einer Energieberatung bildet die entscheidende Grundlage für Investitionsvorhaben. Sie beinhaltet die aktuellen Energiekosten, das Energieeinsparpotential, die Investitionssumme, Fördermittel sowie eine Energiekostenprognose.

  • Wohneinheit (WE)

    Abgeschlossene Wohnung, nach der sich die KfW-Förderung richtet. Sie hat einen eigenen Zugang, Kochgelegenheit, fließend Wasser und Toilette. Die KfW-Fördermittel beziehen sich immer auf eine abgeschlossene Wohneinheit. Das heißt, dass bei einem Zweifamilienhaus die maximale Kreditsumme pro Wohneinheit zweimal anzusetzen ist.

  • Wohnungseigentümergemeinschaft

    Gemeinschaft mit eigenem Wohnungsgrundbuch im Grundbuchamt. Dazu sind in der Regel ein Aufteilungsplan, eine Abgeschlossenheitserklärung pro Wohneinheit sowie der Teilungsvertrag erforderlich. Wohnungs-eigentümergemeinschaften sind berechtigt, Fördermittelanträge zu stellen. Der Antragsunterzeichner (Zeichnungsberechtigter gemäß Handels-registerauszug, ansonsten Gesellschafter) benötigt eine Vollmacht aller Eigentümer.

HINWEIS:

EVEECON übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Korrektheit des Glossars. Es dient lediglich der kurzen Erläuterung einiger im Rahmen der energetischen Sanierung relevanten Begriffe.

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